Focusing

Zentral für Focusing ist die Orientierung an bedeutungshaltigen, direkten Erleben – Felt Sense – innerhalb gegebenen Situation, Interaktion, eines Problems Themas. Felt Sense unterscheidet sich von allen herkömmlichen Kategorien des Erlebens, z.B. Körperempfindungen, Gefühle, Gedanken, Erinnerungen, Bilder. der Ebene des Felt Sense entwickeln sich implizite, unklare, zuerst nur körperlich fühlbare, schlecht fassbare Aspekte. Dies geschieht schrittweises Symbolisieren sowie Hilfe der körperlichen Resonanz die entstehenden . So können die dem Bewusstsein zuvor nicht zugänglichen Aspekte klarer verstanden und damit einer Veränderung und Flexibilisierung zugänglich gemacht werden.
Hintergrund für das Konzept des Felt Sense ist die Philosophie des Impliziten (Eugene T. Gendlin), der vor jeglicher klarer Wahrnehmung immer erst körperliche Resonanz stattfindet.

Focusing übt eine hohe Qualität von Aufmerksamkeit dem eigenen Erleben gegenüber, die die Grundlage und Bedingung für die Formung eines Felt Sense ist. Aufmerksamkeit, die die Formung und Entwicklung eines Felt Sense unterstützt ist:

– Akzeptierend bzw. nicht-bewertend
– Freundlich, zugewandt, interessiert
– Nicht-wissend bzw. fokussiert auf das noch nicht Bekannte
– Langsamer als normal bzw. abwartend und geduldig
– Nicht zielführend bzw. ohne Agenda

Anwendungsbeispiele
In verschiedenen Methoden zur Behandlung psychischer Traumen, zur Stressbewältigung und beim Stressmanagement, sowie beim psychosomatischen Geschehen, spielt das Konzept des Felt Sense eine Rolle.

Selbsthilfe
ersten, offensichtlichen Anwendungen als Selbsthilfemethode, folgten schnell weitere Themenbereiche, wie z. B. die Differenzierung innerer Kritik, klare Entscheidungsfindung oder die Arbeit mit eigenen Träumen. Die Methode des Focusings soll von jedermann erlernbar und anwendbar sein. Für Alltag werden Partnerschaften empfohlen, in denen die Teilnehmer untereinander im Sinne wechselseitiger Selbsthilfe Focusing nutzen.